2000 bis 2010
IfR-Internetpreis
Jahr 2000


Vorschläge und Bewerbungen in der Reihenfolge ihres Eingangs:

  1. Region Starkenburg

  2. Darmstadt

  3. Landeshauptstadt Düsseldorf

  4. Teilraum Deggendorf/Plattling

  5. Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB)

  6. Erlangen

  7. Landeshauptstadt Schwerin

  8. Berlin

  9. Bonn

  10. Essen

  11. Kanton Aargau (Schweiz)

  12. Furth bei Landshut

  13. Bundesamt für Wohnungswesen (Schweiz)

  14. Iserlohn

  15. München

  16. Regionaler Planungsverbandes Region München
    (RPV München)

  17. Heidelberg

  18. Landeshauptstadt Hannover

  19. Karlsruhe

Die hier wiedergegebenen Erläuterungen wurden im Rahmen des Vorschlags bzw. der Bewerbung der Internetdarstellung abgegeben. Sie stellen daher keine (Vor)Einschätzung der Jury dar und sind in keiner Weise überprüft worden.

 

  1. http://www.region-starkenburg.de (24.01.2000)

    Bei der Region Starkenburg handelt es sich um einen freiwilligen Zusammenschluss der Stadt Darmstadt und vier umliegender Landkreise mit dem Ziel, einen sog. Regionalen Agenda 21-Prozess zu initiieren (vgl. hierzu auch Raumplanung Heft 86, September 1999, S.184 ff). Zur Vermittlung des Prozesses und zur Integration der Bevölkerung setzt Starkenburg dabei auch auf moderne Technologien wie das Internet. Der interaktive Internet-Auftritt der Region wurde nach modernen Marketing-Gesichtspunkten erstellt und gliedert sich in einen öffentlichen und einen internen Bereich.

    Der öffentliche Bereich (www.region-starkenburg.de) dient der Information der Öffentlichkeit, der Einbindung der Öffentlichkeit in den RA 21-Prozess und der gemeinsamen Pressearbeit. So finden sich dort neben animierten Informationen zur Region sowie zur Regionalen Agenda und deren Projekte insbesondere die Komponenten Terminübersicht und aktuelle Mitteilungen. Zudem können über ein Kontaktformular und ein Gästebuch Meinungen zur Regionalen Agenda 21 ausgetauscht werden. Über eine Link-Seite erfolgt eine Vernetzung zu anderen Homepages der Region. Aktuelle Pressemeldungen der Region können zukünftig ebenfalls hierüber abgerufen werden.

    Der interne Bereich (www.region-starkenburg.de/intern; Zugang nur mit Paßwort) dient dem Projektmangement der Region, hier ist das Projektteam AG Starkenburg sowie die politischen Spitzen miteinander vernetzt und stets über den aktuellen Sachstand der Aktivitäten zur Regionalen Agenda 21 informiert. Dieses interne Projektmanagement beeinhaltet Funktionen wie ein Terminkalender sowie sämtliche Informationen zu den Projekten, den geplanten Veranstaltungen etc.


  2. http://www.citimage.de/O17 (10.02.2000)

    Wurde von der Stadt Darmstadt in Auftrag gegeben und von citimage konzipiert und umgesetzt. Im Rahmen des Darlegungsverfahrens war die Seite der Öffentlichkeit im Juni und Juli 1999 (auch über die Seite
    http://www.darmstadt.de ) zugänglich; sie ist aber für Forschungszwecke nach wie vor online, unabhängig vom amtlichen Verfahren.

    Ziel war:

    - ein für Laien schwierig zu lesendes Planwerk wie einen B-Plan optisch und inhaltlich ansprechend und anschaulich zu präsentieren,

    - dem Bürger eine vielfach bequemere und leistungsfähigere Informations- und Kommunikationsplattform zu Verfügung zu stellen,

    - zu beweisen, dass Multimedia und Internet in der Stadtplanung und Bürgerinformation auch heute schon sinnvoll angewandt werden können. Dabei wurde auf GIS-Tools für Fachleute verzichtet, zum Einsatz kamen nur frei verfügbare Internetprogramme, also ein Browser und ein 3D-Plugin, den Cosmoplayer 2.1 (Dieser muss - das ist die einzige Systemvoraussetzung - auf Ihrem Windows-System installiert sein),

    - das Projekt in der Praxis, im Rahmen einer realen Darlegung zu testen, um dadurch zukünftige Internet-Offenlegungen zu optimieren. Hierzu wurde auf Feedback von Bürgern, Fachleuten und Presse grossen Wert gelegt.


  3. http://www.duesseldorf.de/planung/index.htm (08.03.2000)

    Das Planungsamt unterhält seit Oktober 1997 im Rahmen der Homepage der Landeshauptstadt Düsseldorf (hier: Service: "Stadtplanung und Stadtentwicklung") ein volles, alle Arbeitsbereiche des Planungsamtes umfassendes Angebot. Rund 60 Bebauungspläne sind in dieser Zeit über das Internet mit Plandarstellungen, Begründungen, Textlichen Festsetzungen u.a. der Öffentlichkeit vorgestellt worden.


  4. http://www.deggendorf.de/teilraum (09.03.2000)

    Der Teilraum Deggendorf/Plattling setzt sich aus den Städten Deggendorf und Plattling, den Märkten Hengersberg und Metten sowie den Gemeinden Niederalteich, Offenberg, Otzing und Stephansposching zusammen. In ihm treffen der weitgehend ebene Gäuboden und der Vordere Bayerische Wald aufeinander. Er ist Kreuzungspunkt verschiedener Verkehrswege. Die Städte Deggendorf und Plattling liegen als Doppelort und mögliches Oberzentrum im Schnittpunkt zweier überregionaler Entwicklungsachsen. Das überdurchschnittliche Wachstum des Raumes hat zu einer erheblichen Zunahme der Siedlungsflächen und der damit verbundenen Probleme geführt. Die Ansiedlung einer Fachhochschule in Deggendorf 1994 brachte zusätzliche Entwicklungsimpulse.

    Das Zusammenwachsen des Raumes in eine geordnete Entwicklung zu überführen übersteigt die Möglichkeiten kommunalen Handelns. Im Teilraum Deggendorf/Plattling wurde daher eine "Gebietsreform in den Köpfen" durch die freie Partnerschaft selbständiger Kommunen in einer vertraglich verankerten Arbeitsgemeinschaft begonnen, um Probleme gemeinsam zu lösen und mit gemeinsamer Größe und Stärke auch in Zukunft bestehen zu können. Die Souveräntität der Kommunen wird dabei nicht geschmälert oder ersetzt, sondern durch gemeinsames Handeln ergänzt. 1996 wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen ein Teilraumgutachten für die Region erstellt. Im Teilraumgutachten ist ein Leitbild zur Regionalentwicklung enthalten, daß die Ordnung und Entwicklung des Raumes unter landschaftsplanerischen, verkehrlichen und siedlungsstrukturellen Aspekten vorbereitet und anstehende Zukunftsaufgaben in der Region einbezieht. Grundgerüst des gemeinsamen Handelns im Teilraum sind - unter Einbeziehung der regionalen Akteure - acht "Leitprojekte" als repräsentativer Querschnitt der Arbeitsschwerpunkte. Hierunter fallen z.B. die Erstellung eines Interkommunalen Entwicklungskonzeptes, die Einrichtung eines Innovations- und Technologie-Campus, die Förderung der Teilzeitarbeit in den Kommunalverwaltungen, die Stärkung des Radtourismus oder die Reduzierung des Energieverbrauches öffentlicher Gebäude.

    Bestehende externe Ansätze einer nachhaltigen Entwicklung in der Region werden als "Schwellenprojekte" gefördert. Der Teilraum bietet sich als Plattform zur Organisation von Arbeitsabläufen, zur Herstellung von Kontakten und zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Projekte an. Die acht Teilraumgemeinden haben die Aufstellung abgestimmmter kommunaler Agenden 21 beschlossen. Der Agendaprozeß mit seiner breit angelegten Bürgerbeteiligung stellt einen Filter für das im Teilraumgutachten und im Rahmen des Wettbewerbes "Regionen der Zukunft" erarbeitete Leitbild dar. Das gemeinsame abgestimmte Handeln der Teilraumgemeinden in den Schritten des Agendaprozesses zur Erreichung von Synergieefekten steht im Vordergrund.

    Der Teilraum Deggendorf/Plattling wurde für diesen Ansatz wir im Wettbewerb "Regionen der Zukunft" des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung ausgezeichnet. Der Raum, die gemeinsamen Ziele einer nachhaltigen Entwicklung und die gemeinsamen Projekte werden auf der Internetseite zur Information nach innen und nach außen dargestellt.


  5. http://www.zgb.de (13.02.2000)

    der Zweckverband Großraum Brunschweig (ZGB) ist Aufgabenträger für den Öffentlichen Personennahverkehr und Träger der Regionalplanung im Großraum Braunschweig.

    Über unsere Planungen informieren wir auf unserer Homepage.


  6. http://www.erlangen.de (29.03.2000)

    Im planerischen Bereich, ein extra Menüpunkt von www.erlangen.de (Planen und Bauen - Bebauungspläne, Gewerbegebiete, Projekte, Verkehrsplanung), ist sicherlich noch vieles umzusetzen.

    Bis Anfang April sollen sämtliche städtische Gewerbeflächen mit Basisinfo als Imagemap eingestellt sein, div. Bebauungspläne stehen online, das Sonderprojekt "Röthelheimpark", ehemals Garnisionsfläche, wird vermarktet. Im Gästebuch wird ein Polling betrieben -mit aktuellen Umfragen. Im Mai starten wir eine Online-Verkehrsbefragung, die Umfrage "Erlanger Mietenspiegel" soll im Mai ebenfalls online erfolgen. Mittelfristig ist die Einrichtung von Foren geplant - z.B. Bauvorhaben, Bürgerbeteiligungen etc.


  7. www.schwerin.de/sthaus/svw/d4/d4.htm (13.04.2000)

    Das Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Schwerin hat seit knapp einem Jahr die Möglichkeit, dieses Medium für seine Arbeit zu nutzen und ist bemüht, möglichst umfassend zu informieren und Einwohner wie auch Bürger im Planungsprozess zu integrieren


  8. http://www.sensut.berlin.de/sensut/entwicklung/planwerk/index.html (13.04.2000)

    Internet-Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin zum Verfahren "Planwerk Innenstadt Berlin"
    Wir schlagen diese Seiten vor, weil wir der Überzeugung sind, dass durch die detaillierte und zeitnahe Bereitstellung der o.g. Verfahrensinformationen die breite Öffentlichkeit an diesem Planungsprozess umfassend beteiligt wurde. Zahlreiche Ausstellungen, Publikationen, öffentliche Stadtforums- und Stadtprojekte-Veranstaltungen haben das Informationsangebot abgerundet.

    Entwicklungsstand:

    Nov. 1996: Ausstellung "Planwerk Innenstadt - ein erster Entwurf". Zeitgleich Ausstellungsinhalte im Internet (s. "Planwerk Archiv" auf der Startseite).

    Februar 1998 (z.Z. noch aktuell): Ausstellung "plan werk stadt". Zeitgleich Ausstellungsinhalte im Internet.

    April-Mai 2000 (kurz vor Fertigstellung): Aktualisierung und Erweiterung des Informationsangebots mit der Möglichkeit des Downloads des Senatsbeschlusses vom 18. Mai 1999 und des städtebaulichen Leitbildes im Acrobat-PDF-Format.

    Seit dem 4.05.2000 Die neuen Seiten sind umfassender, einfacher in der Navigation und bieten die wichtigsten Dokumente als Download im PDF-Format an.
    Beispiel für Neuerung: Unter dem Begriff "Entwicklung" ist zu jeder der nunmehr acht Planungswerkstätten jeweils ein Schwarzplan dargestellt. Dieser läßt mit Daumenkino-Effekt Kriegszerstörung, Abriss und Neubau jedes einzelnen Gebäudes erkennbar machen, sobald der Mauszeiger über die betreffende Jahreszahl fährt.




  9. http://www.bonn.de/rathaus/stadtplanungsamt (14.04.2000)

    Das Stadplanungsamt präsentiert, informiert im Web über Aufgaben, Projekte, organisatorisches, informelles etc.
    Das Angebot ist erst seit einigen Wochen Online und ist somit das Basisangebot. Grundidee war sich von dem formellen Verwaltungsmuster zu lösen und auch mit "peppigen" Ideen Nutzer für die Stadtplanung zu interessieren. In der nächsten Version unter der Rubrik Projekte "Ansprechpartner" (evtl. mit GeoMed Modul siehe nächstes Projekt) ist ein offener Dialogprozess geplant.



    http://geomed.gmd.de/zeno/login

    GeoMed (siehe auch Beitrag Raumplanung Heft 88/2000) verfolgt die Idee eines virtuellen Arbeitsraumes, der über Zugangsrechte zu betreten ist. Dort werden Tools zur kooperativen Arbeit und Kommunikation angeboten. Trotz der unattraktiven Oberfläche ist GeoMed ein leistungsstarkes Instrument mit vielen Einsatzmöglichkeiten. Zur Zeit wird es von im Rahmen der EuroCities, den Städten der Zukunft und im Regionalen Arbeitskreis eingesetzt.

    Mit dem Kennwort und Passwort ETCguest (in jede Zeile) erhalten Sie einen Einblick. Für die Städte der Zukunft müßten Sie in jede Login Zeile uziegenhagen eingeben.


    http://www.umzug-nach-bonn.de/

    Der Regionale Arbeitskreis bietet für Umzügler auf der Basis freiwilliger regionaler Kooperation abgestimmte Informationen zum Regionalen Wohnungsmarkt in unterschiedlicher Breite und Tiefe an. Das stark nachgefragte Angebot (PPP-Projekt) ist sowohl Informationsangebot nach außen wie innen (bezogen auf die Region) und dient auch als Instrument zur Festigung der Regionalen Arbeit. Zur Zeit wird das Angebot wesentlich weiterentwickelt. Über eine Interaktive Karte und das GeoMed Modul entsteht ein Regionales Online Planunsgsystem (ROPS)


  10. http://www.perspektivenwerkstatt-essen.de (18.04.2000)

    Perspektivenwerkstatt Berliner Platz

    Am Berliner Platz wurde im Frühjahr 1999 erstmals in Essen eine Perspektivenwerkstatt durchgeführt. Ihr Ziel war es, gemeinschaftlich eine Vision für ein zentrales Entwicklungsgebiet am nördlichen Rand der Essener Innenstadt zu erarbeiten.


  11. http://www.ag.ch/raumplanung (25.04.2000)

    Das Raumplanungsamt des Kantons Aargau in der Schweiz besitzt seit Ende 1998 eine Website, welche laufend aktualisiert und erweitert wird.
    Als Highlight können die Bauzonenpläne sowie der kantonale Richtplan und der dazugehörige Richtplan-Text eingesehen werden. Im Weiteren wird auch versucht, dem Bürger die Raumplanung etwas näher zu bringen, sei dies mit erläuternden Texten oder Grafiken. Selbverständlich dürfen auch Bilder unseres schönen Kantons nicht fehlen.



  12. http://home.t-online.de/home/099323060-0001/start.htm (25.04.2000)

    Diese Homepage umfasst die gesamten Ergebnisse einer Untersuchung von Studenten der FH Weihenstephan die für die Gemeinde Furth durchgeführt wurden. Alle Ergebnisse sind online nachzulesen, aber es sind auch ausführliche Untersuchungsergebnisse downloadbar. Der Bürger kann zwar nicht direkt über die Homepage Stellung nehmen, er kann sich aber trotzdem mit den Ergebnissen auseinander setzen, da sie für jeden Bürger zugänglich sind übers Internet. Sie verschwinden also nicht in einer Schublade der Gemeinde.

    Die Homepage ist natürlich auch offiziell über die Seiten der Gemeinde Furth (
    http://www.furth-bei-landshut.de) zureichen.


  13. http://www.wohnlink.ch bzw. http://www.logislink.ch (26.04.2000)

    Bei dieser Site geht es allerdings nur indirekt um BürgerInnenbeteilung; im Vordergrund steht das Enabeling von BürgerInnen, WissenschaftlerInnen und Fachleuten; zentral ist auch der Aspekt des Access und vor allem das Zugänglichmachen von Wissen in Sinne des New Public Managements.


  14. http://www.iserlohn.de (28.04.2000)

    Die Wettbewerbs-Seiten erreichen Sie von der Homepage über die Stichworte "Wissenswertes / Planen und Bauen".
    Bei der Stadtentwicklungsplanung, der vorbereitenden und verbindlichen Bauleitplanung sowie bei Fachplanungen und bedeutsamen Einzelmaßnahmen versucht die Stadt Iserlohn, die Bürgerinnen und Bürger zusätzlich über das Internet zu erreichen, als weitere Möglichkeit zur umfassenden Bürgerinformation und -beteiligung.

    Ein Pilotprojekt dafür ist die Entwicklungsplanung für den Stadtteil Hennen.

    Die Stadt bietet auf ihrer Homepage, www.iserlohn.de, eine umfassende Information über diese Planungen an. Der Bürger hat so die Möglichkeit, sich quasi ständig, zu einem von ihm gewähltem Zeitpunkt, über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren. Gleichzeitig wird er dazu aufgefordert, seine Anregungen und Bedenken in die Planungen einzubringen.

    Projektbeschreibung:

    Im Siedlungsschwerpunkt Hennen mit etwa 5.000 Einwohnern sollen in unmittelbarem Einzugsbereich eines DB-Haltepunktes neue Bauflächen für etwa 450 Wohnungseinheiten geschaffen werden. Gleichzeitig sollen die Verkehrsverhältnisse durch die Ergänzung und Neuordnung des bestehenden Straßensystems sowie durch eine Verbesserung des Angebotes für die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer, Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV-Benutzer neu geordnet werden. Zu der Entwicklungsplanung erhört auch die Überprüfung und Ergänzung des Infrastrukturangebotes im öffentlichen und privaten Bereich.

    Bei der Planungsmethodik und der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Planungsprozess geht die Stadt Iserlohn neue Wege und nutzt dabei u. a. die Möglichkeiten des Internets.

    Der Planungsprozess ist so strukturiert, dass die Bürger kontinuierlich über einzelne Planungsschritte, den Stand der Bearbeitung von Teilplanungen, Gutachten und Untersuchungen informiert werden und ständig an der Planung mitwirken können. So soll eine höchstmögliche Transparenz erreicht werden.

    Dazu gehörte auch, alle denkbaren alternativen Entwicklungslinien für den Stadtteil offenzulegen und mit den Bürgern zu diskutieren. Auf der Grundlage dieser alternativen Entwicklungslinien wurde dann mit den Bürgern ein Leitbild diskutiert, aus dem ein Pflichtenheft abgeleitet wurde, das dann Grundlage für alle Einzelplanungen war.

    Bausteine der Bürgerbeteiligung bisher sind:

    a) regelmäßige Bürgerforen
    Insgesamt wurden bis heute fünf große Bürgerversammlungen zeitlich parallel zum Planungsfortschritt durchgeführt mit jeweils einem Schwerpunktthema.

    b) Bürgergespräche
    Im kleineren Kreis wurden mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern Planungsgespräche zu Einzelthemen und Detailfragen geführt.

    c) Internet
    Um die beabsichtigte Transparenz des Planungsprozesses zu erreichen und einen ständigen Dialog zwischen Planern und Bürgern zu ermöglichen, wurden alle Planunterlagen zeitgleich zu den einzelnen Planungsschritten im Internet auf der Homepage der Stadt Iserlohn unter "Hennen - Heute und Morgen" veröffentlicht. Wie aus den beiliegenden gedruckten Internetseiten hervorgeht, hat die Präsentation folgende Schwerpunkte:

    - Stadtteilplanung

    - Thesenpapier, alternative Entwicklungslinien des Stadtteiles, Leitbilder

    - Verkehrsplanung

    - Plangrundlagen

    - Bürgerforen (Zeitpunkt, Themen der Bürgerforen, Protokolle der Bürgerforen)

    - Bürgergespräche (Zeitpunkt, Themen, Protokolle)

    - politische Beratung (Drucksachen für die Gremien der Stadt Iserlohn)

    - statistische Daten

    - Pläne und Bilder (Einzelne Planungsergebnisse wurden auch kartografisch im Internet dargestellt.)

    - Glossar (Gleichzeitig wurden auch wichtige planungstechnische und rechtliche Begriffe erklärt, da auf die spezielle Fachsprache der Planung nicht ganz verzichtet werden konnte.)

    Zusätzlich wurden in einer Nebenstelle der Stadtverwaltung in Hennen die jeweils aktualisierten Internet-Seiten in Papierform zur Verfügung gestellt, so dass auch die Bürger, die nicht über einen Internetzugang verfügten, sich informieren konnten.

    d) Medien
    Die gesamte Öffentlichkeitsarbeit wurde ergänzt durch eine intensive Zusammenarbeit mit den örtlichen Medien (Print und Lokalfunk). Unter anderem wurde hier neben der jeweils ausführlichen Ankündigung der Bürgerforen auch über die Aktualisierung des Internetangebotes berichtet.

    e) Beteiligung nach Baugesetzbuch (BauGB)
    Neben der oben beschriebenen Beteiligung wurden auch die gesetzlichen Schritte der Bürgerbeteiligung durchgeführt. So wurde der Entwurf zum Bebauungsplan im Rathaus und in der Verwaltungsnebenstelle in Hennen öffentlich ausgelegt.

    Diese sehr intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in Hennen war außerordentlich erfolgreich. Die jetzt vom Rat der Stadt beschlossene Bauleitplanung wird von breiten Teilen der Hennener Bevölkerung akzeptiert und unterstützt. Die mehr als 1500 Zugriffe auf die "Hennen-Seiten" weisen darauf hin, dass dieser Erfolg auch auf den Einsatz des Internets zurückzuführen ist. Die Stadt Iserlohn wird diese zusätzliche und ergänzende Form der Bürgerinformation und -beteiligung auch weiterhin nutzen bzw. stärker ausbauen.



  15. http://www.muenchen.de/plan/fnp/index_fnp.html (28.04.2000)

    Die Landeshauptstadt München, Planungsreferat - Stadtentwicklungsplanung bewirbt sich selbst um den IfR Internetpreis 2000 - eingebettet in die umfassendere Präsentation des Planungsreferates und seiner Aufgaben: http://www.muenchen.de/plan/index.html
    Etwa seit Anfang 1999 präsentiert München wesentliche Flächennutzungsplanänderungen im Internet und ermöglicht den Bürgern die Abgabe von Stellungnahmen per e-mail.

    Da die Seite laufend fortgeschrieben wird und demnächst einer gründlichen Überarbeitung unterzogen werden soll, werden sich die präsentierten Inhalte u. U. auch in der nächsten Zeit, in der Ihre Jury die Beurteilung durchführen wird, ändern.


  16. http://www.bayern.de/stmlu/la_entw/rpv14 (28.04.2000)

    Die Seiten der Homepage des Regionalen Planungsverbandes Region München (RPV München) enthalten zahlreiche Informationen zum Thema Regionalplanung. Erläutert wird das Thema anhand zahlreicher Fotos, Karten (auch interaktiver Karten), Grafiken und Übersichten. Besonders hervorzuheben ist das Glossar, in dem Fachbegriffe aus dem Bereich der Regionalplanung erklärt werden. Außerdem finden sich die relevanten gesetzlichen Grundlagen im Volltext bzw. als Zugriffsebenen. Schon jetzt sind aktuelle Fortschreibungen des Regionalplans der Region München - auch mit digitalen Karten - abrufbar. Mittelfristig soll der gesamte Regionalplan ins Internet gestellt werden.

    In für die gesamte Bundesrepublik Deutschland in dieser Form einmaligen Weise macht sich der RPV München dieses moderne und aktuelle Medium zu eigen, um die Notwendigkeit von Regionalplanung - gerade in einem Ballungsraum wie München - zu unterstreichen und gleichzeitig Ablauf und Prozess von Regionalplanung verständlich und transparent zu vermitteln.

    Die Homepage des Regionalen Planungsverbandes München besteht nun seit ca. einem Jahr und wird laufend weiterentwickelt und mit neuen Informationen angereichert. Durchschnittlich konnten bisher über 10.000 abgerufene Informationsseiten pro Monat registriert werden. Voraussichtlich im Juni 2000 wird das Informationsangebot des RPV München im Internet, das derzeit über den Server des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen abrufbar ist, unter einer eigenen Domain mit der Adresse: www.region-muenchen.com zur Verfügung stehen.



  17. http://www.heidelberg.de (28.04.2000)

    Bewerbung mit der Rubrik "Offenlage von Bebauungsplänen im Aufstellungsverfahren". Online zu finden unter der Rubrik "Stadtinformationen" und dem Link "Bebauungsplanoffenlagen".


  18. http://www.hannover.de (28.04.2000)

    Wesentlicher Bestandteil des Internet-Angebotes der Landeshauptstadt Hannover war und ist seit dem Start im März 1999 eine umfassende Informationsmöglichkeit über die städtische Bauleitplanung und über Projekte in der Stadt.

    Dieses Angebot wurde seither erheblich ausgebaut. Es enthält u.a.

    • rd. 1.100 Bebauungspläne,
    • die aktuelle Fassung des Flächennutzungsplanes,
    • sämtliche Änderungen des Flächennutzungsplanes,
    • Veröffentlichungen.

    Die Landeshauptstadt Hannover ist bemüht, den Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auszubauen und zu pflegen. In Kürze werden weitere Planungen und Projekte vorgestellt, um die Planungsbeteiligung zu erhöhen. Ferner soll in Zukunft eine interaktive Beteiligung an Planverfahren möglich sein.

    Aus zeitlichen Gründen können einige Ergänzungen (die Flächennutzungsplan-Änderungen, die Veröffentlichungen) erst ab dem 23. Mai ins Internet eingestellt werden.



  19. http://www.karlsruhe.de (30.04.2000)

    Die Stadt Karlsruhe bewirbt sich mit:
  • Flächennutzungsplan 2010-Vorentwurf 4/99
    Im Rahmen der frühzeitigen Bürgeranhörung (Juni bis Dezember 99) konnten Informationen abgeholt werden. Derzeit ist der FNP unter "Bauen, Planen und Verkehr - Stadtraum" zu finden. Ab Herbst werden die aktualisierten Infos zur öffentlichen Auslegung für den gesamten Verband auf der aktuellen Seite stehen.

  • Sanierung: Durlach, Südstadt, Weststadt, Oststadt.

Stand: 26. Januar 2009